Die Berechnungsgrundlage ist ein Jahresverlust von 20 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Tagesverlust von 54 794, 52 Euro. Der Verlust-Counter addiert daher pro Zehntelsekunde einen zusätzlichen Verlust von 0.0634196 Euro.
Der Jahresverlust von 20 Millionen Euro ergibt sich aus den Unterhaltungskosten für die Freiflächen und für das Gebäude des Flughafens Tempelhof in gleicher Höhe, denen bisher keine erkennbaren Einnahmen gegenüber stehen.
Sowohl das Bundesfinanzministerium, in Vertretung des ehemaligen Teileigentümers Bundesrepublik Deutschland, als auch der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, stellvertretend für den jetzigen alleinigen Eigentümer Land Berlin, haben diese Unhaltskosten mehrfach bestätigt.
Hingegen sind die Aussagen der, seit dem 31.10.2008 mit der Verwaltung des gesamten Flughafenobjekts betrauten, landeseigenen Berliner Immobilien Management (BIM), hinsichtlich vermeintlich erzielter Mietumsätze, mit großer Skepsis zu betrachten. Diese vermeintlichen Erträge können daher mit den bestätigten Unterhaltskosten nicht Verlust mindernd verrechnet werden.
Es ergibt sich daher die folgende Gesamtbelastung für das Land Berlin und damit für den Berliner Steuerzahler:
Bei den angegebenen Verlustsummen handelt es sich durchgehend um zurückhaltende Schätzungen.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit trägt, für die durch die Tempelhof-Schließung entstandenen Verluste zu Lasten des Berliner Landeshaushalts, die volle Verantwortung. Die Schließung Tempelhofs entbehrte jeder sachlichen Begründung und ging allein auf den Entschluss des Spitzenpolitikers und Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft, Klaus Wowereit, zurück.
P.S.:
Die Kosten für den Ausbau von Tegel, die sich inzwischen auf über 50 Millionen Euro addieren, sind ebenfalls als unnötige Aufwendungen, sprich als realisierte Verluste, zu sehen.
Hier sind Kapazitäten geschaffen worden, die in Tempelhof vorhanden waren und nutzbar gewesen wären. Erträge und Passagiere sind jedoch bis zur Schließung von Tempelhof bewusst und ständig nach Tegel verlagert worden, um "Argumente" für die Schließung zu generieren, da für eine seriöse Argumentation gegen Tempelhof offensichtlich keine ausreichende Grundlage existierte.
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